Eine Woche mit deiner DiGA: Der Realitätscheck.

DiGA-Guide, Für Patienten
Menschen nutzen Smartphones in verschiedenen Alltagssituationen.

Der Briefumschlag mit dem Freischaltcode ist da. Der Download ist erledigt. Die Anamnese liegt hinter dir. Jetzt sind 7 Tage vergangen.

Die erste Woche mit einer Digitalen Gesundheitsanwendung (DiGA) ist oft die wichtigste. Hier entscheidet sich oft schon, ob die App ein stiller Icon auf dem Bildschirm wird – oder ein echter Partner für deine Gesundheit.

Egal, wie deine erste Woche lief: Du bist nicht allein. Wir sehen in der Praxis meist drei Typen von Nutzern nach Woche 1. Finde heraus, wer du bist – und was dein nächster Schritt ist.

Typ 1: Der „Senkrechtstarter“

Wie du dich fühlst: Du bist begeistert. Die Technik funktioniert, du hast deine Daten (Ernährung, Schmerz, Schlaf) jeden Tag eingetragen. Du hast vielleicht schon die ersten Module absolviert. Es fühlt sich gut an, endlich etwas aktiv für deine Gesundheit zu tun.

Die Gefahr: Der „Neue-Besen-Effekt“. Am Anfang ist die Motivation hoch. Aber eine DiGA ist meist auf 90 Tage ausgelegt. Die Gefahr ist groß, dass du ausbrennst oder aufhörst, sobald der Alltag stressiger wird oder die ersten Ergebnisse auf sich warten lassen.

Dein Anker: Finde dein Tempo.

Das solltest du tun: Versuche nicht, die Therapie „durchzuspielen“. Medizinische Veränderung braucht Zeit.

Der goDiGA Tipp: Nutze den DiGA Coach, um deine Motivation zu konservieren. Wir helfen dir, aus dem anfänglichen Sprint einen Dauerlauf zu machen, der dich wirklich ans Ziel bringt.

Typ 2: Der „Zweifler“

Wie du dich fühlst: Du hast die App installiert, aber… naja. Vielleicht hast du zwei Tage vergessen, etwas einzutragen. Oder die Inhalte fühlen sich noch fremd an. Du fragst dich: „Bringt das wirklich was? Ist das nicht nur Spielerei? Mache ich das überhaupt richtig?“

Die Gefahr: Du gibst auf, bevor die Wirkung eintreten kann. Viele DiGA entfalten ihre Wirkung erst nach einigen Wochen kontinuierlicher Nutzung. Zweifel sind normal, aber sie dürfen dich nicht stoppen.

Dein Anker: Kleine Schritte statt Perfektion.

Das solltest du tun: Vergiss die Lücken der letzten Woche. Fang heute wieder an. Auch 5 Minuten sind besser als 0 Minuten. DiGA sind so gebaut, dass sie Fehler verzeihen.

Der goDiGA Tipp: Wenn du technisch hängst oder unsicher bist, nutze unseren Service. Wir klären technische Hürden oder vermitteln dich direkt an den Support des Herstellers. Du musst da nicht allein durch.

Typ 3: Der „Ungeduldige“

Wie du dich fühlst: Du hast alles gemacht. Du hast getrackt, gelesen, geübt. Aber deine Schmerzen sind noch da. Dein Tinnitus ist noch laut. Dein Gewicht ist gleich. Du bist frustriert, weil das „digitale Medikament“ nicht sofort gewirkt hat wie eine Kopfschmerztablette.

Die Gefahr: Falsche Erwartungshaltung. Eine DiGA ist kein Schalter, den man umlegt. Sie ist ein Training.

Dein Anker: Vertraue dem Prozess.

Das solltest du tun: Schau nicht auf das Ergebnis von heute, sondern auf die Routine. Die Veränderung passiert oft unbemerkt.

Der goDiGA Tipp: Denke schon jetzt an das Gespräch mit deinem Arzt in drei Monaten. Die DiGA erstellt einen Therapiebericht. Dieser Bericht wird zeigen, was sich verändert hat – oft mehr, als du selbst fühlst. Halte durch, damit dieser Bericht aussagekräftig wird.

Fazit: Dein Sicherheitsnetz steht.

Egal, ob du gerade fliegst oder stolperst: Du hast den wichtigsten Schritt schon gemacht. Du hast das Rezept eingelöst und angefangen.

Bei goDiGA lassen wir dich nach dem „Start“ nicht allein.

Läuft es gut? Wir helfen dir beim Dranbleiben.

Läuft es hakelig? Wir helfen dir über die Hürden.

Eine DiGA ist mehr als eine App. Sie ist deine Therapie. Und wir sind dein Begleiter.

Noch unsicher? Schau in unseren goDiGA Ratgeber oder antworte einfach auf unsere Coach-Mails. Wir kriegen das hin.

Gründer von goDiGA · Digital Health Experte - Verbindet Erfahrung im Gesundheitswesen mit dem Blick für digitale Innovation. Mit goDiGA macht er digitale Medizin menschlich und zugänglich.

Martin Niklewski

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